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Agenda 2030: Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UNSDG)

Agenda 2030: Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UNSDG)

Stell dir eine Welt vor, ohne Umweltkatastrophen, Armut, Hunger und wirtschaftliche Probleme. Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich genau diesen Herausforderungen mit der “Agenda 2030“, die seit 2016 in Kraft ist, gestellt. Diese Agenda ist ein bahnbrechendes, globales Rahmenwerk, das sich den dringendsten Herausforderungen unserer Zeit annimmt.

Die Agenda 2030 betrifft uns alle

Die Agenda 2030 umfasst 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals (SDGs), die ein breites Spektrum abdecken. Von der Armutsbekämpfung über Bildung und Gesundheit bis hin zu Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit – jedes Ziel kommt mit konkreten Unterzielen und Indikatoren, die bis 2030 erreicht werden sollen. Diese Indikatoren helfen, den Fortschritt in verschiedenen Bereichen zu messen und den Erfolg der SDGs zu verfolgen.

Unternehmen haben durch ihre globale Reichweite und Ressourcen einen grossen Hebel, um Veränderungen herbeizuführen. Sie können ihre Prozesse, Produkte und Dienstleistungen nach den SDGs ausrichten und Kunden über die Hintergründe informieren. 

Privatpersonen und sonstige Organisationen spielen jedoch ebenfalls eine entscheidende Rolle. Nur durch unser aller Engagement für die SDGs leisten wir den erforderlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft und fördern so die positive globale Entwicklung.

Die Nachhaltigkeits-Ziele folgen einer klaren Logik

Die 17 Ziele sind nicht wahllos gesetzt. Sie lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen, die uns helfen, die breite Palette von Themen besser zu verstehen:

  • Menschen: Ziele, die sich auf das Wohlergehen und die Gleichberechtigung aller Menschen konzentrieren.
  • Planet: Ziele, die den Schutz unseres Planeten, seiner natürlichen Ressourcen und des Klimas zum Ziel haben.
  • Wohlstand: Ziele, die ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Innovation und Infrastruktur fördern.
  • Frieden und Partnerschaft: Ziele, die auf die Förderung friedlicher Gemeinschaften und einer effektiven Partnerschaft für die Ziele abzielen.
 
Die nachfolgende Übersicht zeigt dir die Einteilung der Ziele:
Kategorie
Ziele
Menschen
  • Ziel 1: Keine Armut
  • Ziel 2: Kein Hunger
  • Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • Ziel 4: Hochwertige Bildung
  • Ziel 5: Geschlechtergleichheit
Planet
  • Ziel 6: Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
  • Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie
  • Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
  • Ziel 14: Leben unter Wasser
  • Ziel 15: Leben an Land
Wohlstand
  • Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Ziel 10: Weniger Ungleichheiten
  • Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • Ziel 12: Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster
Frieden und Partnerschaft
  • Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
  • Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Kategorie
Ziele

Menschen

  • Ziel 1: Keine Armut
  • Ziel 2: Kein Hunger
  • Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • Ziel 4: Hochwertige Bildung
  • Ziel 5: Geschlechtergleichheit

Planet

  • Ziel 6: Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
  • Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie
  • Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
  • Ziel 14: Leben unter Wasser
  • Ziel 15: Leben an Land

Wohlstand

  • Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Ziel 10: Weniger Ungleichheiten
  • Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • Ziel 12: Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster

Frieden und
Partnerschaft

  • Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Ziel 10: Weniger Ungleichheiten
  • Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • Ziel 12: Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster

Praktische Vorgehensweise für die Umsetzung

Bei den UNSDG-Zielen geht es darum, echte Veränderungen zu bewirken, die sowohl für euer Unternehmen als auch für die Gesellschaft von Vorteil sind. In Zeiten des Fachkräftemangels verlangen Mitarbeitende zudem sinn-stiftende Arbeit. Indem ihr also verstärkt positive Beiträge für die Gesellschaft im Rahmen der UNSDG leistet, fördert ihr so auch eure Attraktivität als Arbeitgeber.  

Mit dem folgenden Vorgehen könnt einen echten Beitrag zu einer besseren Welt leisten, ohne einfach nur auf den Nachhaltigkeitszug aufzuspringen:

  1. Versteht die Ziele: Macht euch mit den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung vertraut. Alle in eurer Organisation sollten wissen, worum es geht und warum diese Ziele wichtig sind.
  2. Setzt Prioritäten: Nicht jedes Ziel betrifft jede Organisation gleich. Findet heraus, welche Ziele am besten zu eurer Tätigkeit passen und wo ihr die größte Wirkung entfachen könnt. Konzentriert euch darauf, um eure Kräfte sinnvoll zu bündeln. Findet eure Top-5 Ziele.
  3. Integriert die Ziele in eure Planung: Nehmt die ausgewählten Ziele in eure Unternehmensstrategie auf. Legt fest, wie ihr beitragen wollt und welche konkreten Schritte ihr unternehmen werdet. Setzt euch dafür messbare Erfolgsziele.
  4. Arbeitet zusammen: Sucht die Zusammenarbeit mit anderen Firmen, Organisationen und lokalen Gemeinschaften. Gemeinsam könnt ihr mehr erreichen und voneinander lernen.
  5. Berichtet offen und ehrlich: Teilt eure Fortschritte und auch die Herausforderungen, denen ihr begegnet, mit. Eine offene Berichterstattung baut Vertrauen bei euren Interessengruppen auf und zeigt, dass ihr euch ernsthaft engagiert. 

In Zukunft stehen auch KMU immer mehr in der Pflicht, strengere gesetzliche Vorgaben zur Nachhaltigkeit zu erfüllen sowie den Anforderungen von Grossunternehmen an die Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu entsprechen. Nachhaltigkeit wird daher vom «nice-to-have» auch für KMU immer mehr zur Existenzfrage.

Trotz des wachsenden Bewusstseins für ökologische und soziale Verantwortung existiert eine deutliche Lücke im Angebot praktikabler, effizienter und maßgeschneiderter Nachhaltigkeits-Lösungen für KMU. Das Projekt „KMU Umwelt Roadmap“ (WIBS) zielt darauf ab, KMU und andere kleine Organisationen zu befähigen, ihre Entwicklung und Implementierung von Nachhaltigkeits-Strategien eigenständig, effizient und wirksam voranzutreiben. 

Es freut uns ausserordentlich, dass der Kanton Bern das Vorhaben im Rahmen der “Neue(n) Regionalpolitik (NRP)”  finanziell unterstütztKonkret werden auf Basis der Erfolgsucher-Technologie in 2024 und 2025 mindestens 5 digitale Erfolgswege konzipiert und etabliert, die Herausforderungen wie “Effizienz und Kostensenkung”, “umfassende Nachhaltigkeit” und “Etablierung der Kreislaufwirtschaft” zum Thema haben. Bei der Konzipierung der Erfolgswege greifen wir dabei auf renommierte Fach- und Praxisexperten zurück und arbeiten gemeinsam mit WIBS eng mit regionalen Partnern im Kanton Bern zusammen.

Der Nutzen für Kunden ist:

  • Ihr habt auch für die Nachhaltigkeit einfache, strukturierte Wege, die euch zuverlässig leiten.
  • Ihr erzielt unmittelbaren, schrittweisen Fortschritt mit transparenter und steuerbarer Vorgehensweise.
  • Ihr löst eure spezifischen Herausforderungen dank individueller KI-Anpassung und wertvollen Inspirationen.
  • Ihr habt viel mehr Zeit für Nutzen und Kreativität, da die Fleissarbeit das System übernimmt.
  • Ihr bekommt automatisiert nützliche Unterlagen, die euch bei den Pflicht-Dokumentationen hilft.
  • Ihr habt Zugriff auf ein Experten- Lösungsnetzwerk bei weiteren schwierigen Herausforderungen.